tischendorf productions GmbH
- WIENWEB.AT
Wenn Widersprüche über den Kopf wachsen
Es hätte so einfach funktionieren können: Hochzeit und trautes Glück zu zweit. Alles schon geplant. Wäre da nicht die verdammte Katze gewesen. Die wollte ins Bett. Mit ihm und seiner Freundin. Das war Gregor (Gregor Seberg) eindeutig zuviel. Dabei wollte er ja nur Freiraum - nein, nicht diesen. Nur von der Katze.
Doch das war ihr zuviel. Und jetzt heisst es Warten. Auf den Anruf, der nicht kommt. Die heißersehnten Worte. Soll er oder soll er nicht? Lieber nicht, mahnt das Gewissen. Gedanken kommen und gehen. Ratgeberliteratur? Hilft auch nicht wirklich. Bleibt die Frage: Was wollen Frauen eigentlich?
Der aus "Kommissar Rex", "Soko Kitzbühel" und "Tatort" bekannte Theater- und Filmschauspieler Gregor Seberg führt in der österreichischen Premiere des amerikanischen Dauerbrenners "Oymoron" durch die Welt der gängigen Klischees über zwischengeschlechtliches Verhalten. Oymoron bedeutet so viel wie "Widerspruch in sich". Ein solcher wäre etwa "einfühlsamer Mann", "weibliche Logik" oder "Glückliche Hochzeit".
Dass da auch alle chauvinistischen männlichen Charaktere zitiert werden, verwundert nicht, bringt aber auch kaum neue Perspektiven. Manch witzige Beobachtungen wechseln mit banalen Einsichten über das Wesen der Geschlechter. Vieles bleibt an der Oberfläche, was einer näheren Betrachtung bedürfte.
Ein Kassenschlager wird Oymoron nach Erfolgen in Kanada und in der Schweiz sicher auch hierzulande. Derzeit ist Gregor Seberg in heimischen Kinos mit der Komödie "Küss mich, Prinzessin" zu sehen. (jac)
zurück zur Übersicht