- thom pain - based on nothing

Klick zur Plakatansicht! von Will Eno
deutsch von Anna Opel
mit Siegmund Tischendorf
Regie: Nikolaus Kinsky
Deutschsprachige Erstaufführung am 12 Oktober 2006
„… Ich bin der Typ Mensch, von dem man vielleicht eine Weile nichts hört, aber dann, plötzlich,
eines Tages, peng, hört man nie wieder was von mir…“
Thom Pain
„ … Gibt es so etwas wie einen Stegreif-Existentialisten? Wenn nicht, dann hat ihn Will Eno
gerade erfunden ...“
New York Times
„ Will Eno ist ein Original, ein umherschweifender Wortschmied, dessen verrückte und spitzen
Dramen von einem finsteren Humor und vom Schmerz des Lebens gurgeln …
The Guardian (London)
Nach Caveman, Zellophan und Oxymoron werfen wir neuerlich einen analytischen Blick auf die Abgründe menschlicher Koexistenz:
Thom Pain (based on nothing) ist ein bitterböses und mit schwarzem Humor gespicktes Stück über die Schwierigkeiten, die Tücken des Lebens zu meistern.
Thom ist ein Mensch wie du und ich, ein vom Leben gezeichneter, ein in den entscheidenden Dingen seines Daseins gescheiterter. Er trägt die Wunden, die er in den Zeiten seines Heranwachsens und in der Liebe erlitten hat, offen zur Schau. Beim Versuch den tieferen Zusammenhang menschlicher Existenz zu ergründen und in der Absicht, seinem Leben noch einmal eine positive Wendung zu geben, ist sein letzter Appell an das Publikum gerichtet: getragen von seiner trockenen bisweilen böswilligen Art bemüht er sich, beim Zuschauer Gehör zu erlangen, sein Mitgefühl zu erwecken und Verständnis für sich und sein Anliegen zu erzielen.
Während in den bisherigen Produktionen an der Fassade des menschlichen Verhaltens gekratzt und vorwiegend die Lachmuskel in Bewegung gesetzt werden sollen, bleibt einem wahrscheinlich in Thom Pain das Lachen eher im Halse stecken und löst Reaktionen aus, die einen unweigerlich auch zum Nachdenken anregen. Also Vorsicht: Thom Pain legt den Finger in die Wunde!
Will Eno wurde 1965 geboren, wuchs in Boston auf und lebt heute in Brooklyn. Seinen ersten Erfolg erreichte er mit dem
Stück Flu Season, für das er den Oppenheimerpreis erhielt. Mit Thom Pain erlangte er den Fringe Award des Fringe Festivals
2004 in Edinburgh und war 2005 Finalist für den begehrten Pulitzer Preis.
Siegmund Tischendorf ist Schauspieler, Regisseur und Produzent. Nach mehreren Jahren an deutschen Stadttheatern
zog er 1990 in die Schweiz. Zunächst war er in Bern, danach in Zürich engagiert, wo er heute lebt und u.a. mit seiner
Produktion Caveman grosse Erfolge feiert.
Nikolaus Kinsky ist Schauspieler, Regisseur, Schauspiellehrer und Gestalter internationaler Kulturprojekte. Nach vielen
Jahren an verschiedenen deutschen Stadttheatern lebt er heute als Freischaffender in Wien.